3-Konten-Modell einfach erklärt

Bevor Sie Geld zur Seite legen oder investieren können, müssen Sie erstmal einen Überschuss generieren. Das Problem ist dabei jedoch folgendens:

Die meisten Menschen wollen alles und das sofort. Wenn Geld übrig ist, wird es direkt wieder für das neue iPhone, Schuhe, Kurzreisen etc. ausgegeben. Dies ist leider ein ganz gewöhnliches Konsumverhalten und lässt sich nicht so einfach ändern.

Genau hier kommt das 3-Konten-Modell ins Spiel. Ein Konto ist dazu da, seine laufenden Kosten zu decken, das nächste ist das Sparkonto und das letzte ist das Spaßkonto.

Wer automatisch einen Teil seines Einkommens fix in ein Sparkonto transferiert, kommt gar nicht erst in Versuchung, es im Kaufrausch auszugeben. Getrennte Konten sind daher Pflicht.

Wie das genau geht, erklären wir Ihnen jetzt.

Was ist das 3-Konten-Modell?

Das 3-Konten-Modell beruht auf der Idee, Zahlungen an sich selbst zu priorisieren und erst dann Dritte zu bezahlen. Da wir uns selbst gerne weniger wichtig nehmen und bereit sind, die Bedürfnisse anderer zuerst zu befrieden, ist es also wichtig, zuerst einmal die Verantwortung für das eigene Wohlergehen anzunehmen.

In finanzieller Hinsicht bedeutet das, Lebenshaltungskosten sicher zu decken, dann etwas beiseite zu legen und dann erst optionale Käufe zu tätigen. Den Vermieter auf den nächsten Monat zu vertrösten ist damit eher nicht gemeint – es sei denn, Sie können müssen sonst hungern, was aber sicherlich in Ihrem Fall nicht zutreffend ist.

In der Praxis können Sie bei vielen Banken, gerade Direktbanken verscheidene Konten ohne zusätzliche Kosten eröffnen. Beispielsweise ein Gehaltskonto, ein Sparkonto und beispielsweise eine Prepaid-Karte für optionale Ausgaben.

Ebenso können Sie einen Dauerauftrag für eine Überweisung auf Ihr Depotkonto einrichten. Es gibt viele Möglichkeiten, das 3-Konten-Modell in die Praxis umzusetzen – Ausreden gibt es derweil keine!

So teilen Sie Ihre Einkünfte korrekt ein

Die Frage ist dann, wie viel Geld jeweils welchem Konto zugeordnet wird. Hier gibt es eine Grundregel, die man beachten muss:

  • Die Lebenshaltungskosten dürfen maximal 70 % der Einkünfte betragen
  • Der Restbetrag wird in 2/3 Sparkonto und 1/3 Spaßkonto aufgeteilt

Wenn Sie also 10.000 € im Monat netto verdienen, dürften Sie nicht mehr 7.000 € für Miete, Kartoffeln, Hirsebrei, Schuhcreme usw. ausgeben. Somit können Sie 2.000 € direkt anlegen (bzw. traden, wobei das riskant ist und damit teilweise dem Spaßkonto zugeordnet werden müsste) und mit den restlichen 1.000 € können Sie dann beispielsweise ein Wagyu Steak kaufen.

Tatsächlich sollten Sie Ihre Lebenshaltungskosten prozentual reduzieren können, je mehr Sie verdienen. Es ist ja hoffentlich nicht so, dass Sie 70 % Ihres Einkommens für den Unterhalt von Villen und Yachten ausgeben.

Wenn also die Fixkosten nur noch bei 40 % liegen, können Sie direkt weitere 40 % anlegen und haben sogar noch 20 % übrig, um noch mehr Wagyu mit Haifischflossensuppe zu essen.

Beste Anwendung des 3-Konten-Modells

Die beste Weise, das zur Seite gelegte Geld zu investieren, ist in den meisten Fällen eine passive, monatliche Anlage. Da Sie ohnehin jeden Monat Geld beiseite legen, können Sie es auch in diesem Intervall anlegen.

Dazu bieten sich für die meisten Bürger natürlich ETF Sparpläne an. Somit kann man ohne Stress auf ganze Branchen, Märkte oder einen Index setzen und ziemlich risikofrei Rendite einkassieren. Anbieter wie Trade Republic bieten ETF Sparpläne ohne Kosten (außer die Management Fees der ETFs) an, die bereits ab 25 € pro Monat verfügbar sind.

Erfahrene Anleger können aber auch beispielsweise nach dem Value Investment Prinzip unterbewertete Aktien kaufen und langfristig halten. Hier bedarf es eines Online Brokers, der eine große Auswahl an Aktien auch in internationalen Märkten anbietet – unser Testsieger XTB wäre dafür eine gute Wahl.

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