Cashflow Quadrant von Robert Kiyosaki erklärt

Immer mehr Deutsche fragen sich, ob es eine Alternative zum Leben eines Angestellten gibt, das von Unsicherheit und Malocherei gezeichnet ist. Die gibt es zwar, doch schaffen es die allerwenigsten dorthin, selbst wenn sie insgeheim diese Alternative bereits kennen. Die Rede ist natürlich davon, als Investor nicht mehr selbst zu arbeiten, sondern sein Geld für sich arbeiten zu lassen.

Doch wie schafft man es aus der Angestelltenfalle hin zum Investor? Die Theorie des Cashflow Quadranten von Robert Kiyosaki, dem amerikanischen Geschäftsmann und Autor, hat eine Antwort darauf.

Um Wohlstand aufzubauen, gibt es vier Möglichkeiten: Man ist entweder ein Arbeitnehmer, Selbständiger, Geschäftsinhaber oder Investor. Die ersten beiden sind auf der „armen“ Seite des Cashflow Quadraten, letztere auf der „reichen“ Seite.

Dies dürfte jedem relativ intuitiv einleuchten, aber warum ist es erstrebenswert vom Arbeitnehmer zum Investor zu werden und welche Schritte muss man gehen, um zum Investor zu werden?

Darum soll es in diesem Beitrag gehen.

Der Arbeitnehmer-Quadrant (E)

Die meisten Menschen befinden sich in diesem Quadranten. Er umfasst alle Arbeitnehmer, also Menschen, die Ihre Zeit für einen finanziellen Lohn eintauschen.

Reich kann man so nicht werden, denn Gehälter sind nach oben hin schnell gedeckelt und die Steuern sind für Angestellte ohnehin hoch. Hinzu kommen die vielen sozialen Abgaben, Kirchensteuer, Krankenversicherung, so dass man bei einem halbwegs erfreulichen Lebensstil viele Jahrzehnte arbeiten muss, ehe man in den Ruhestand gehen kann.

Faktoren wie Bildung, Performance und Verfügbarkeit entscheiden darüber wie schnell es in der Karriereleiter nach oben geht. Viele schaffen es jedoch gar nicht erst ins Management, auch wenn sie die theoretischen Voraussetzungen dazu haben.

Während der E-Quadrant die niedrigste Stufe darstellt, kann auch ein Angestellter durch geschickte Anlagen an der Börse die Zeit bis zum Ruhestand verkürzen.

Der Quadrant der Selbständigen (S)

Der Schritt von Angestellten zum Selbständigen ist schwierig. Viele Arbeitnehmer genießen die vermeintliche Sicherheit ihres Jobs und tun sich schwer damit, für sich selbst zu werben und organisatorische Notwendigkeiten zu regeln.

Dazu kommt, dass einem meist jahrelang Entscheidungen abgenommen worden sind. Welche Produkte oder Dienstleistungen bietet man an und zu welchem Preis? Wer kommt als Kunde in Frage? Welche Tools werden benötigt, um der Arbeit nachzugehen? Solche Fragen müssen beantworten werden, bevor man den Schritt in die Selbständigkeit wagt.

Schließlich wird es immer schwerer, sich selbständig zu machen, je mehr Verantwortung man im Privatleben für andere übernimmt. Familienmenschen können in der Regel diesen Schritt aufgrund der finanziellen Folgen eines Scheitern nicht gehen.

Wer es jedoch schafft, befindet sich im zweiten Cashflow Quadrant wieder und hat das Potenzial auf ein höheres Einkommen. Mit der Zeit und einer florierenden Auftragslage kann man sein Gewerbe mehr und mehr managen und weniger Arbeit selbst verrichten. Dies ist die Voraussetzung für Wachstum und damit der Weg in den dritten Quadraten.

Der Quadrant der Geschäftinhaber (B)

Hier befinden wir uns in der illustren Runde von Geschäftsinhabern, die ein mittelständisches Unternehmen leiten. Die Zahlen können von Branche zu Branche unterschiedlich sein, aber einige Dinge haben Menschen in diesem Quadranten gemein:

Der dritte Quadramt ist denjenigen vorbehalten, die wissen, wie man Aufgaben delegiert. Anstatt alle Fäden selbst zu ziehen, errichtet man Strukturen und Prozesse, mit denen Angestellte in der Lage sind, Teilbereiche des Unternehmens im Sinne des Gründers zu führen.

Dieser Schritt ist der bisher schwierigste, da von nun an völlig andere Stärken gefragt sind. Ging es zuvor lediglich um die eigenen Fachkenntnisse, geht es nun um strategisches Geschick, organisatorisches Talent, Führungsstärke und vielen weiteren Fähigkeiten, die zuvor eher sekundär waren.

Wer es versteht, anstatt seine eigene Zeit, die Zeit anderer gewinnbringend einzusetzen, kann in diesem Quadrant erfolgreich sein. Die Fähigkeit, die richtigen Leute anzustellen und die Bereitschaft, Verantwortung abzugeben sind essenziell.

Der Investoren-Quadrant (I)

Der Schlusspunkt in Rober Kiyosakis Theorie ist der Investoren-Quadrant. Ähnlich wie im vorherigen Quadranten, in dem andere für einen arbeiten, lässt man hier sein Geld für sich arbeiten. Die Idee ist einfach: Man sucht, findet und tätigt Investments mit hoher Rendite und nutzt diese, um weitere Investments zu tätigen.

Während man im dritten Quadranten noch darauf angewiesen ist, sein Unternehmen erfolgreich zu führen, kann man als Investor seine Erfahrung ins Spiel bringen und von dem Erfolg anderer Unternehmen profitieren.

Mögliche Investments sind beispielsweise:

  • Real Estate
  • Aktien und Indexfonds
  • Web-Assets (Webseiten etc.)
  • Startups

Grundsätzlich bietet es sich an, in der gleichen Branche zu bleiben. Wer sich beispielsweise als Immobilienmakler selbständig gemacht hat, eine Maklerfirma geleitet hat und sich nun als Investor versucht, der ist wahrscheinlich gut beraten, seine Investitionen in Immobilenprojekte zu tätigen.

Dahingegen können Berater mit ihrer Erfahrung gut in Startups investieren und Webseitenbetreiber neue Web-Projekte finanzieren.

Geldanlagen in Aktien und Fonds sind für jeden Zugängig und sollten einen Teil des Portfolios ausmachen.

So gelingt der Übergang von der armen Seite des Cashflow Quadranten zur reichen Seite

Nach Kiyosaki schaffen es nur 5 % in den vierten Quadraten. Diese Zahl ist aus meiner Sicht zu hoch. Wahrscheinlich ist es in Deutschland nur ein Bruchteil eines Prozentes. Es gibt in Deutschland weitaus mehr Geschäftsinhaber, als Investoren – aber auch davon gibt es immer weniger.

Der Schritt zur Selbständigkeit ist schnell getätigt. Mit einigen Vorbereitungen und einer Testphase als Nebentätigkeit ist man schnell bereit, selbständig zu werden. Lediglich, wer familiäre Verantwortung hat, muss sich diesen Schritt besonders gut überlegen.

Die wahre Hürde ist der Sprung von der Selbständigkeit zum erfolgreichen Unternehmer. Dieser gerlingt nur den wenigsten und man muss sagen, es ist auch kein Beinbruch, wenn es nicht klappt. Investitionsmöglichkeiten sind auch gegeben, wenn man kein mittelständisches Unternehmen leitet.

Wie bereits beschrieben, kann der Schritt nur erfolgen, wenn die richtigen Strukturen geschaffen werden, sodass man als Unternehmer mit Erfolg deligieren kann. Schließlich sollen Angestellte den Umsatz und hoffentlich auch Gewinn steigern und nicht reduzieren.

Was kann man bereits jetzt tun, egal in welchem Quadranten man sich befindet?

Sie können noch heute die notwendigen Vorereitungen treffen. Das kann bedeuten, ein Nebentätigkeit zu starten, Prozesse aufzuschreiben, Traingsinhalte zu definieren, zukünftige Stellenausschreibungen zu definieren etc. Wichtig ist vor allem, das Rad am Laufen zu halten und nicht dem Stillstand zu verfallen.

Gleichzeitig lohnt es sich zu jeder Zeit, ein Teil seines Vermögens in Wertpapiere anzulegen. Denn je früher man investiert, desto mehr lohnt es sich! Ähnlich wie beim Zinseszins-Effekt kann man an der Börse exponenzielles Wachstum erreichen, sofern man seine Renditen reinvestiert.

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