Mit Aktien Geld verdienen (Top 3 Strategien)

Anleger haben verschiedene Möglichkeiten, mit Aktien an der Börse Geld zu verdienen. Wichtig ist vor allem, dass man sich für eine Strategie entscheidet, auch wenn es verlockend ist, alles gleichzeitig zu versuchen.

Für uns ist jedoch eines klar: Zur seiner Hausbank zu gehen, einen Brokerage-Account zu eröffnen und dem Bankangestellten mit der Anlage seines Vermögens zu vertrauen ist keine gute Lösung. Wer selbst investiert hat am Ende deutlich mehr davon!

Im Folgenden wollen wir die drei besten Strategien für den Otto Normalanleger vorstellen. Das beste daran? Alle drei Strategien benötigen minimalen Aufwand und können als passive Anlagestrategien bezeichnet werden.

Value Investing

Jeder hat schon einmal davon gehört. Bekannte Aktiengurus wie Warren Buffett nutzen diese Methode, um unterbewertete Aktien herauszupicken und diese dann zu verkaufen, wenn der Preis dem echten Wert entspricht.

Warren Buffetts Holdinggesellschaft Berkshire Hathaway hält unter anderem Anteile an American Express, Coca Cola, IBM, Procter & Gamble, Wells Fargo und Wal-Mart. Es handelt sich also um große Firmen mit starkem Management, dem man zutraut, auch in Zukunft für Wachstum zu sorgen und somit den Wert der Aktie in die Höhe zu treiben.

Grundlage dieser Methode ist die Fundamentalanalye. Das bedeutet, man muss Unternehmenskennzahlen analysieren, um unterbewertete Aktien zu identifizieren. Schlussendlich ist das Ziel dieser Strategie, durch Stock Picking (Investieren in einzelne, bösennotierte Unternehmen) eine bessere Rendite zu erzielen, als einfach in den Index zu investieren.

Was man benötigt, um diese Strategie erfolgreich zu verfolgen, ist Geduld. Wer schein einmal Aktien gekauft hat, weiß, wie verlockend es sein kann, diese bei einer negativen Kursentwicklung zu verkaufen. Doch das ist gerade der Zeitpunkt, an dem man beim Verfolgen dieser Strategie die Füße stillhalten muss. Wer in die richtigen Unternehmen investiert, weiß, dass der wahre Wert der Aktie größer ist und man folglich lediglich warten muss, bis der Markt dies ebenfalls erkennt.

Die Strategie steht und fällt schließlich mit der Bewertung von Unternehmenskennzahlen, die man vor allem der Bilanz entnimmt. Der Anleger muss sich Fragen stellen, wie:

  • Ist das Geschäftsmodell nachvollziehbar?
  • Hat das Unternehmen auf eine verlässliche Vergangenheit?
  • Ist Management vertrauenswürdig, intelligent und kompetent?
  • Verfolgt das Unternehmen eine langfristige Wachstumsstrategie?
  • Ist die ROE adäquat?
  • Ist der Unternehmensgewinn in den letzten Jahren überdurchschnittlich gewesen?
  • Sind Profitmargen groß genug?

Wer diese Strategie anwenden möchte, sollte sich also mit diesem Thema gut auseinandersetzen und Vertrauen in seine Fähigkeit zur Bestimmung des wahren Wertes einer Aktie erlangen, bevor er die ersten Aktien ersteht.

Dividendenaktien

Wer es einfacher haben möchte und sich nicht auf die Analyse von Bilanzen verlassen möchte, geht einen anderen Weg. Anstatt vor allem darauf zu hoffen, dass man günstig kauft und teuer verkauft, kann man auch einfach auf Dividenden setzen.

Viele Unernehmen schütten einen Teil ihrer Gewinne als Dividende an Aktionäre aus. Um jedoch mit der Dividende als Einmahme kalkulieren zu können, muss der Aktionär in solide Unternehmen investieren, die nicht nur in der Vergangenheit regelmäßig hohe Divendenden ausgeschüttet haben, sondern auch noch eine positive Gewinnerwartung haben. Nur so können nämlich in Zukunft Dividenden seriös ausgeschüttet werden.

Die Gefahr ist jedoch, Unternehmen mit hoher Dividende auf den Leim zu gehen, die wirtschaftlichlich nicht solide sind. Hohe Dividenden befinden sich vielleicht auf einem Niveau von 5 %, während Dividenden in zweistelliger Höhe durchaus einen ganz genauen Blick standhalten müssen.

Es gibt jedoch auch Unternehmen, deren Geschäftsmodell mit hohen Dividendenzahlungen zu vereinbaren ist. Ein Beispiel dafür sind Unternehmen wie REITs und BDCs, die über viele Jahre hinweg hohe Gewinne Erzielen, die sie dann an Aktionäre ausschütten können.

Dividendenaktien gibt es im deutschen Raum meist mit quartalsweiser Ausschüttung, jedoch bieten Broker wie XTB günstigen Zugriff auf amerkanische Börsen, in denen Aktien mit monatlicher Dividendenausschüttung handelbar sind.

Trotzdem gilt tendenziell: Je höher die Dividende, desto risikoreicher ist das Investment. Wenn ein Unternehmen ein Großeil seines Gewinns als Dividende ausschüttet, wie viel Geld bleibt dann noch übrig, das in das Firmenwachstum investiert werden kann?

Indexfonds und ETF Sparpläne

Indexfonds bilden einen Aktienindex nach. So ist möglich, beispielsweise mit einem ETF (börsengehandelter Fond) in einem gesamten Markt zu investieren, beispsielsweise den DAX oder Dow Jones.

Diese herangehensweise ist extrem sicher, da durch das allgemeine Wirtschaftswachstum über Jahrzehnte hinweg ein Index an Wert hinzugewinnt. Wer also keine Lust darauf hat, auf einzelne Unternehmen zu setzen und dabei das Risiko eines fallenden Kurses oder sogar den reellen Verfall des Wertes eines Unternehmens eingehen will, ist mit einem Indexfonds also sehr gut bedient.

Wichtig: Kein Fonds bildet einen Aktienindex perfekt ab. Es gibt Abweichungen, die man in Kauf nehmen muss. Diese können die Rendite etwas schmälern. Allerdings gibt es auf der anderen Seite auch Fonds, die nicht strickt versuchen, den Index abzubilden, sondern bewusst etwas davon abweichen, um möglicherweise eine höhere Rendite zu erzielen. Den wenigsten Fonds gelingt das jedoch.

Ganz grob kann man von ca. 5 % Nettorendite (Steuern auf Dividende plus Inflation) ausgehen. Allerdings muss man auch hier wieder beachten, dass es sich dabei um Durchshnittswerte handelt. Es kann sein, dass der Wert Ihres Portfolios, sofern Sie denn in Indexfonds investieren, gerade an einem Tiefpunkt angelangt ist, wenn Sie gerne liquidieren wollen. Sie müssten dann warten, bis sich die Konjunktur erholt hat, was einige Jahre dauern kann.

Immer mehr Anleger setzen derweil auf ETF Sparpläne. Anstatt ETF-Anteile auf einen Schlag zu kaufen, spart man einen fixen Betrag pro Monat, mit dem man dann ETFs zum aktuellen Preis gekauft werden. Im Vergleich zu beispielsweise einem Tagesgeldkonto lohnt sich das durchaus, da dort die Zinsen bei weit unter einem Prozent liegen.

Fazit

Welche Anlagestrategie Sie verfolgen, hängt maßgeblich von Ihrer Erfahrung mit Wertpapieren ab. Die potenziell höchsten Renditen können mit der Value-Investing Methode erzielt werden – allerdings sind Indexfonds für die meisten Anleger sicherer. Dividendenaktien können sowohl risikoreich, als auch sicher sein – Sie dürfen den Bogen hier nicht überspannen.

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